VORLÄUFIGE MISCHUNGSPLANUNG

Vom Projektprofil zur prüfbaren Ausgangsmischung

DIN EN 206 und DIN 1045-2 bilden keinen universellen Rezeptkatalog, aus dem eine Website allein anhand von Festigkeits- und Expositionsklasse automatisch eine genehmigte Mischung ableiten kann. Eine belastbare Ausgangsmischung entsteht aus den verifizierten Projektanforderungen, den tatsächlichen Baustoffdaten und anschließenden Versuchen.

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Der sinnvolle Arbeitsablauf

  1. Normen- und Vertragsbasis klären. Prüfen, welche Ausgabe von DIN EN 206, DIN 1045-2 und welche Projektspezifikation tatsächlich gelten.
  2. Festigkeits- und Expositionsanforderungen erfassen. Alle relevanten Expositionsmechanismen und die geforderte Festigkeitsklasse dokumentieren.
  3. Verifizierte Zusammensetzungsgrenzen übernehmen. Maximalen w/z-Wert, Mindestgehalte, zulässige Bindemittelkombinationen und Luftporenanforderungen nur aus den gültigen Projekt-/Normunterlagen übernehmen.
  4. Planungsfestigkeit festlegen. Einen begründeten Zuschlag verwenden, der zur Produktionsstreuung und zum vorgesehenen Nachweisverfahren passt. Der Rechner behandelt diesen Zuschlag deshalb als editierbare Annahme.
  5. Ausgangswasser abschätzen. Konsistenz, Größtkorn, Kornform, Sieblinie und Zusatzmittelwirkung berücksichtigen. Die Website liefert hierfür lediglich einen transparenten Startwert.
  6. Bindemittelmenge berechnen. Wasser und gewählter w/z-Wert ergeben eine rechnerische Ausgangsmenge; verifizierte Projektgrenzen sind zusätzlich einzuhalten.
  7. Stoffraum schließen. Dichten, Luftgehalt und Gesteinskörnungen so bilanzieren, dass 1 m³ erreicht wird.
  8. Feuchte korrigieren. SSD-Werte in reale Chargiermengen und Zugabewasser umrechnen.
  9. Versuche durchführen. Konsistenz, Luft, Rohdichte/Ausbeute, Temperatur, Verarbeitbarkeit und Festigkeit prüfen und die nächste Mischung gezielt anpassen.

Warum der Rechner keine Grenzwerte aus der Expositionsklasse einsetzt

Die Expositionsklasse ist wichtige Kontextinformation, aber die tatsächlich anzuwendenden Grenzwerte hängen vom gültigen deutschen Regelwerk, der Bindemittelkombination, weiteren Projektbedingungen und der Übergangssituation der Normenausgaben ab. Deshalb trägt der Nutzer verifizierte Projektgrenzen selbst ein. Ohne solche Angaben bleibt das Ergebnis bewusst eine Lern- und Vergleichsrechnung.

Was die Stoffraumrechnung leisten kann

Sie macht die Volumenbilanz nachvollziehbar: Wasser, Bindemittel, Luft und Gesteinskörnungen müssen zusammen den Zielraum ergeben. Sie kann aber nicht aus der Ferne beurteilen, ob die Körnung pumpfähig ist, das Fließmittel kompatibel bleibt, die Oberfläche entmischungsfrei ist oder die Mischung im realen Werk reproduzierbar hergestellt wird. Genau dafür sind Eignungs-/Erstprüfungen und Produktionsdaten erforderlich.

Eine gute Versuchsnotiz enthält

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